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Variablen und Ausdrücke

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Wert­zuweisung an Variablen

In Programmen braucht man eine Möglichkeit, um Werte zu speichern, z.B. Zwischen­ergebnisse von Berechnungen. Dies geschieht mit Hilfe von Variablen. Genau wie in der Mathematik ist eine Variable ein Platzhalter für einen Wert. Bei der Deklaration einer Variablen reserviert der Computer einen entsprechenden Platz im Speicher, der zur Aufnahme des Wertes vorgesehen ist. Bei einer Wert­zuweisung wird in diesen Speicherplatz ein tatsächlicher Wert eingetragen.

Beispiel:  Mit folgenden Anweisungen werden zunächst zwei Variablen a und b deklariert. Dann wird der Variablen a der Wert 17 zugewiesen. Anschließend wird der Variablen b der Wert 34 zugewiesen.

var a, b;
a=17;
b=a*2;

Der Computer führt eine Wert­zuweisung durch, indem er zunächst den Ausdruck auswertet, der auf der rechten Seite des Wert­zuweisungs­zeichens "=" steht. Den ermittelten Wert weist er der Variablen zu, die auf der linken Seite des Wert­zuweisungs­zeichens steht.

In der zweiten Wert­zuweisung dieses Beispiels wertet der Computer also den Ausdruck a*2 aus. Er sieht dazu im Speicher nach, welchen Wert a hat (17), und multipliziert diesen Wert mit 2. Das Ergebnis 34 weist er der Variablen b zu. Die Variable b hat anschließend den Wert 34.

Die Deklaration einer Variablen und die Zuweisung eines Anfangswertes können auch zusammen durchgeführt werden.

Beispiel:  Die Anweisungen aus dem vorigen Beispiel lassen sich auch so schreiben:

var a=17, b=a*2;

 

Ausdrücke

Auf der linken Seite des Wert­zuweisungs­zeichens muss immer eine Variable stehen. Auf der rechten Seite muss immer ein Ausdruck stehen. Ein Ausdruck ist ein Term, der vom Computer ausgewertet wird und einen Wert ergibt. Mögliche Werte in JavaScript sind Zahlen, Zeichenreihen und Wahrheits­werte.

Der einfachste Ausdruck ist die direkte Angabe eines Wertes, also einer Zahl, einer Zeichenreihe oder eines Wahrheits­wertes.

Beispiel:  In folgendem Programmstück werden den Variablen x, s, und w jeweils der Zahlenwert 2, die Zeichenreihe "Hallo" und der Wahrheits­wert true zugewiesen.

var x, s, w;
x=2;
s="Hallo";
w=true;

Der zweit­einfachste Ausdruck ist eine einzelne Variable. Der Computer wertet einen solchen Ausdruck aus, indem er den Wert der Variablen aus dem Speicher liest.

Beispiel:  
var x, y;
x=2;
y=x;

Der Variablen y wird der Wert von x zugewiesen, also der Wert 2.

Kompliziertere Ausdrücke entstehen, indem Werte und Variablen mit Rechenzeichen verknüpft sowie möglicherweise mit Klammern versehen werden.

Beispiel:  In folgendem Programm treten drei Ausdrücke auf, die jeweils eine Zahl, eine Zeichenreihe und einen Wahrheits­wert ergeben.

var x=2, y, s, w;
y=5+(3*x+2)*x;
s="U"+x;
w=x>0;

Die Variable y erhält den Wert 21, die Variable s erhält als Wert die Zeichenreihe "U2" und die Variable w erhält den Wahrheits­wert true.

Bei der Auswertung von numerischen Ausdrücken gelten die gewohnten Rechenregeln der Arithmetik – Klammern werden zuerst ausgewertet, Punktrechnung geht vor Strichrechnung, ansonsten wird von links nach rechts ausgewertet.

Das Zeichen + dient außer zur Addition von Zahlen auch zur Verkettung von Zeichenreihen. Wird eine Zahl und eine Zeichenreihe mit + verknüpft, so wird die Zahl in eine Zeichenreihe umgewandelt und mit der Zeichenreihe verkettet.

Der Ausdruck x>0 ergibt einen Wahrheits­wert also entweder true (wahr) oder false (falsch), je nach dem, ob die Bedingung x>0 erfüllt oder nicht erfüllt ist.

Schließlich ist auch noch der Aufruf einer Funktion, die einen Wert zurückgibt, ein Ausdruck.

Beispiel:  
b = max(a, -a); 

Der Variablen b wird das Maximum von a und -a zugewiesen. Vorausgesetzt ist, dass die Funktion max definiert ist und dass vorher der Variablen a ein Wert zugewiesen worden ist.

 

 

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